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    Die Studentverbindung

    Eine Studentenverbindung oder auch Studentenkorporation ist ein Verband von derzeitigen und ehemaligen Studenten einer Universität (wie der LMU oder TUM in München bzw. einer anderen Hochschule oder ähnlichen Institutionen), der Brauchtum und gewachsene Traditionen pflegt. In Österreich und der Schweiz bezeichnen sich auch Schülerverbindungen so.
    Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Arten von Verbindungen gibt es neben dem Conventsprinzip (Basisdemokratie) und dem Lebensbundprinzip nur wenige Merkmale, die allen Verbindungen gemein sind.

    In einer Studentenverbindung gestalten Studenten ihre Studienzeit in einer organisierten Gemeinschaft.
    Die wichtigste Gemeinsamkeit der Studentenverbindungen ist, dass Aktive wie nichtaktive Mitglieder ihrer Verbindung meist lebenslang verbunden bleiben. Das Ziel ist es, Kontakte und Freundschaften zwischen den Generationen zu ermöglichen, die der Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung dienen.
    Eine der wichtigsten Gemeinsamkeiten aller studentischen Korporationen ist das Conventsprinzip, ein Organisationskonzept geprägt von Autonomie und basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Es ist bei den meisten Verbindungen üblich, dass sich alle Mitglieder unabhängig von ihrem Alter und beruflichen Status ohne besondere Vereinbarung duzen, und zwar von dem Moment an, in dem ein Student als „Fuchs” der Verbindung beitritt.
    Vor dem Erreichen des ersten akademischen Abschlusses sind studentische Mitglieder Teil der so genannten Aktivitas. Diese organisiert in der Regel im Rahmen ihres Semesterprogramms selbstverantwortlich Veranstaltungen: wissenschaftliche Weiterbildungen (Studium Generale), Feste und Feiern, je nach Ausrichtung aber auch sportliche und musische Aktivitäten in der Freizeit, bzw. allgemein die Pflege des gesellschaftlichen Lebens, dazu gehört auch die Pflege des studentischen Liedgutes.
    Bei vielen traditionsorientierten, schlagenden Verbindungen ist das akademische Fechten, die Mensur, ein fester Bestandteil ihres Gemeinschaftslebens.

    Die Mehrzahl der deutschen Verbindungen ist nichtschlagend. Die übrigen erwarten die so genannte Mensur entweder von jedem Mitglied (pflichtschlagend) oder stellen sie ihm frei (fakultativ schlagend).
    Nach dem Studium folgt die Philistrierung: Fortan ist man in der Korporiertensprache „Alter Herr” genannt und gehört mit der Übernahme in das Philisterium zu einer von der Aktivitas verschiedenen, eigenen Organisationsstruktur. Das Philisterium unterstützt aus seinen Mitgliedsbeiträgen unter anderem die Verbindung finanziell; es hat in der Regel die Rechtsform eines e. V.

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